Gutachten

Für jeden Betroffenen muss klar sein, ein Gutachten kann mehr Zerstörung anrichten, als es ihm helfen kann. Es gibt immer noch sehr viele Elternteile die relativ "naiv" in eine Begutachtung gehen, denn sie denken "Ich bin doch im Recht, das muss doch der Gutachter sehen". Das jedoch der andere Elternteil ebenso denkt, scheint ihm jedoch nicht bewusst zu sein. Prinzipiell gilt: Etwa mehr als 90% der Familien Gutachten sind fehlerhaft. Auch wenn ein Gutachter einem Elternteil unter vier Augen sagt: "Ihr Fall ist ein Klassiker", heißt das noch lange nicht, das sich damit der Gutachter sich auf Seiten des Elternteils schlägt. Zum Teil wird bewusst mit einem falschen Sicherheitsgefühlen gespielt.

Es gibt umfassenden Studien von Familiengutachten wie etwa von. Prof. Dr. Leitner. Er bietet zudem Hilfesuchenden an, ihre Gutachten auf deren Qualität zu prüfen. Man hast das Gutachten zunächst postalischen einzusenden und erhält eine Vorabanalyse des Gutachtens kostenlos am Telefon. Auf Wunsch verfasst Prof.Dr.Leitner auch eine schriftliche Analyse (auf Honorarbasis), wobei sich die Kosten um die 3000 Euro bewegen werden.

Aufgrund seiner Ergebnisse von 2013/2014 besitzen etwa 40% der Gutachten kein Literaturverzeichnis. Es ist damit für niemanden ersichtlich, ob ein Gutachter nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft gearbeitet hat. Wenn in dm Zusammenhang ein Gutachter eine Empfehlung ausspricht, ohne eine Beweisführung aufgrund einer ähnlich gelagerten Fallkonstellationen wissenschaftlich belegen zu können, dann arbeitet er grob fahrlässig. 

Zudem konnte Prof.Dr.Leitner feststellen, das nur 20% der Gutachter approbierte Psychologen sind. Das mindert somit die Qualität und Aussagekraft eines Gutachtens. Gefährlich wird es für die Betroffenen, wenn ein Gutachter nicht bei der Landespsychotherapeutenkammer angesiedelt ist. Es wird dann nahezu sehr schwierig, sich über ein Gutachten zu beschweren, selbst es nachweislich falsch und grob fahrlässig erstellt wurde. Es bleibt nur der juristische Weg und endet meistens nur in purer Geldvernichtung. Die Eltern sollten ausdrücklich von dem Gericht verlangen, dass der ein approbierter Psychologe verwendet wird, der bei der Landespsychotherapeutenkammer aufgenommen ist und der seiner Methodik und seine wissenschaftlichen Referenzen vorher bekannt gibt. Die Eltern können dem Gericht auch einen Gutachter vorschlagen, nur wissen das die wenigsten Elternteile!


Es ist auch mit Besorgnis zu beobachten, dass Gerichte bei einem neuerlichen Umgangsverfahren gerne auf alte Gutachten zurückgreifen, selbst wenn das Kind mittlerweile riesige Entwicklungsschritte machte und somit eigentlich Gutachten veraltet ist, oder mittlerweile Gutachterfehler nachgewiesen werden konnte.

Beispiel:
Ein Amtsgericht lehnte den 2017 den Antrag auf Umgangserweiterung eines Vaters für seine 6 Jährige Tochter ab und bezog sich in seiner Urteilsbegründung auf ein 2 Jahre zurückliegendes Gutachten von einem vorangegangenes Umgangs- und Sorgerechts-Verfahren, wobei das Gutachten selbst belastende Aussagen gegen den Vater vom engagierten Kinderpsychologen der Mutter enthielt. Das Urteil verwundert insgesamt, da es dem Vater durch unzählige Beschwerden an der Landespsychotherapeuten gelang, den Kinderpsychologen der Mutter vor deren Kammergericht zu stellen und die im Anschluss das Verfahren gegen den Therapeuten im November 2016 gegen Weisungen und Auflagen eingestellten. Der Therapeut durfte danach auch nicht mehr an der gemeinsame Tochter  praktizieren. Trotz dieses Sachverhaltes war das Amtsgericht nicht bereit, diese Information in seiner Urteilsbegründung vom Oktober 2017 zu berücksichtigen.

Die Gustav StudieDie Gustav Studie hat sich zum Ziel gesetzt den Missstand an Deutschen Familien-Gerichten speziell zum Thema Gutachten anzugehen. Der Urheber der Gustav Studie war selbst ein Opfer eines falschen Gutachtens. Nur mit viel Energie, Zeit und erheblichen finanziellen Aufwänden, erreichte er wieder einen fairen Zugang zu den Kindern. Seine Erkenntnis war während dieser Zeit, dass ein gerichtliches Vorgehen gegen einen Gutachter, dem Kampf von Don Quijote gegen Windmühlen gleicht. Der Urheber der Studie wird wohl Anfangs 2018 seine Ergebnisse öffentlich publizieren.

Ein Opfer eines falschen Gutachtens sollte eines wissen. Kein Familiengericht ist verpflichtet eine fachliche Expertise gegen ein Gutachten anzuerkennen, selbst wenn hieb und stichfest belegt wird, dass das analysierte Gutachten fachlich schlecht ist. Interessant ist hierbei, das - je nach Amtsgerichten - der Anteil an vergebenen Gutachten zu 50% an die GWG erfolgt! Dazu liegt ein kritischer Bericht aus der Welt am Sonntag vor. Es gilt zu  beachten, dass es keinerlei Standards oder Regularien gibt, die Gutachten (als auch diese Gesellschaften) verbindlich einhalten müssen. Sonderbarerweise hat sich die GWG teilweise hier ein hohes Marktvolumen an deutschen Familiengerichten gesichert, obwohl deren Gutachten teilweise qualitativ völlig konträr dazu sind.

Verfasser (HoJo 22.Oktober.2017)